![]() |
Nahrungsergänzung bei manisch DepressivenDie folgende Übersicht möglicher alternativer oder begleitender Therapie kann bei diesen Problemen möglicherweise helfen und weitere Werkzeuge zur Verbesserung bis hin zur Absetzung von Psychopharmaka bieten. In einigen Fällen können diese Methoden den Einsatz konventioneller Medikamente ergänzen, indem sie die Wirkung fördern und vielleicht sogar niedrigere Dosen und damit weniger Nebenwirkungen erlauben. In anderen Fällen, die von weniger schwerem Verlauf sind, können die Medikamente vielleicht sogar ganz abgesetzt werden, oder die medizinischen Stimmungsstabilisierer können wegen Unverträglichkeit nicht eingesetzt werden. In all diesen Fällen sollte der Patient gemeinsam mit dem Arzt prüfen, wie die alternativen Mittel helfen können, die Lebensqualität zu verbessern. Die alternative Methoden zum Management der manisch-depressiven Krankheit wirken auf unterschiedliche Weise. Einige scheinen ähnlich zu wirken wie Pharmazeutika, aber mit geringeren Nebenwirkungen und direkter Wirkung auf die Stimmung. So ist beispielsweise Akupunktur für viele Menschen eine Hilfe in manischen Phasen und Johanneskraut scheint bei leichten Depressionen hilfreich. Andere alternative Methoden suchen nach alternativen Erklärungen für das, was der Psychiater als manisch-depressive Erkrankung diagnostiziert hat. Lebensmittelallergien beispielsweise können bei manchen Menschen schwerste Stimmungsproblem auslösen und unbehandelte Probleme mit dem Drüsensystem sind ebenfalls dafür bekannt, Stimmungsschwankungen zu verursachen. Drittens versuchen manche Behandlungen, den gesamten Gesundheitszustand des Menschen zu verbessern, um ihn in die Lage zu versetzen, besser mit den Stimmungsproblemen fertig zu werden. Der Gedanke folgt der Erkenntnis, das eine Kette nur so stark ist, wie ihr schwächstes Glied. Für manche Leute sind das Blutdruckprobleme, oder Herzstörungen, für andere Krebs und für wieder andere eben Stimmungsstörungen. Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass emotionaler und körperlicher Stress affektive Störungen verschlimmert und besserer Umgang mit Stress, der zum Beispiel in der Psychotherapie erlernt werden kann, eine gesunde Ernährung und körperliche Fitness dabei helfen können, besser mit der Krankheit klarzukommen. Viele alternative Ärzte gehen aber noch weiter und meinen, dass weitere aktive Methoden zusätzliche Hilfe bieten können. Mit wenigen Ausnahmen beziehen sich die weiter unten genannten alternativen Methoden auf Depressionen und die kurzfristigen Stimmungsschwankungen von Rapid Cyclern, weniger auf die klassischen, längerfristigen Episoden, die meist mit Lithium behandelt werden. Viele alternative Ärzte und Heilpraktiker legen Wert auf die Feststellung, das Lithium für viele Patienten immer noch eine Lebensnotwendigkeit ist, auch wenn der Lithiumspiegel in vielen Fällen deutlich niedriger gehalten werden kann. Der Einsatz von Antikonvulsantien wie Depakote oder Tegretol scheint irgendwo in der Mitte zu liegen. Es scheint, als könnten viele Patienten durch alternative Methoden auf diese Mittel verzichten oder zumindest die Dosis erheblich zu reduzieren. In vielen Fällen ist ja durchaus auch wünschenswert, mit niedrigeren Dosen auskommen zu können, da dann auch die Nebenwirkungen weniger schwer ausfallen oder gar ganz verschwinden. Die meisten der genannten Therapien sind relativ sicher und bringen bei den meisten Menschen wenig Nebenwirkungen mit sich. Nichtsdestotrotz sollte man an ein paar Punkte denken. Erstens sollte der behandelnde Arzt immer über die Art der alternativen Behandlung informiert werden, damit er die Wirkungen und Wechselwirkungen beobachten kann. Insbesondere das Ändern der Dosierung verschriebener Medikamente und deren Absetzen sollte nur in Absprache mit dem Arzt erfolgen. Die manisch-depressive Krankheit ist eine sehr schwere Krankheit, die bei falscher Behandlung tödliche Folgen haben kann und psychiatrische Medikamente können schwere Nebenwirkungen erzeugen, wenn sie zu abrupt abgesetzt werden oder sich ergänzende Medikamente aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Psychiater sind meist nicht so gut mit den alternativen Methoden vertraut und können eine solche eventuell ablehnen oder müssen sich erst darüber informieren. Generell gilt aber, wenn der Arzt eine solche Behandlung aus guten Gründen ablehnt, dann kann es Sinn machen, sich nach anderen Alternativen umzusehen. Auf der anderen Seite kann es nötig sein, sich dagegen verwahren, wenn der Arzt jede nicht-medikamentöse Methode von vornherein ablehnt. Dann ist möglicherweise auch ein Arztwechsel angesagt, der alternative Ansätze unterstützt. Im Allgemeinen erfordern alternative Therapien, obwohl sie hilfreich sein können, vom Anwender eine hohes Mass an Hingabe - es ist nicht annähernd darauf beschränkt, jeden Tag ein paar Pillen zu schlucken. Ausserdem kann die Nutzung alternativer Techniken ziemlich teuer werden, denn die wenigsten Krankenversicherungen decken solche Dinge wie Akupunktur, Nahrungsergänzung oder manche Allergietests ab. Trotzdem, für diejenigen, die aus dem einen oder anderen Grund konventionelle Medizin ablehnen oder nicht vertragen, kann es den Versuch wert sein, es mit den Alternativen zu probieren. Eine grosse Zahl von Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren haben Einfluss auf die Erhaltung normaler Stimmungen, Defizite dieser Stoffe können Probleme verursachen. Die Befürworter der ernährungsmässigen Herangehensweise an die Behandlung von Stimmungsstörungen haben gleich mehrere Gründe dafür, warum Nahrungsergänzung angebracht sein könnte. Zunächst ernähren sich die meisten Menschen nicht vernünftig, sie neigen beispielsweise dazu, grosse Mengen verarbeiteter Nahrung zu sich zu nehmen, wie Zuckerraffinade, weisses Mehl und Alkohol, und einige wichtige Nahrungsgruppen, beispielsweise Seefisch, werden gar nicht beachtet. Daraus ergibt sich dann oft, dass die empfohlenen Tagesmengen vieler Inhaltsstoffe nicht erreicht werden. Es gibt sogar die Ansicht, dass diese empfohlenen Tagesmengen ja ohnehin nur die Mindestmengen sind, die nötig sind, um Mangelkrankheiten wie Skorbut oder Beri-Beri zu verhindern und subtilere Wirkungen, wie eben Stimmungsstörungen, auch dann auftreten können, wenn die empfohlenen Tagesmengen erreicht werden. Schliesslich gibt es auch noch die Möglichkeit, dass Menschen, die für Stimmungsstörungen anfällig sind, ohnehin grössere Mengen dieser Inhaltsstoffe als normale Menschen benötigen, entweder weil sie diese Stoffe nicht so leicht metabolisieren können, oder weil der Grundbedarf aufgrund des veränderten Stoffwechsels eben höher ist. Heilkräuter zur Nahrungsergänzung können auch hilfreich sein, nicht weil sie vom Körper benötigt werden, sondern weil sie eine pharmakologische Wirkung haben, welche die Stimmung beeinflusst oder die Selbstheilung des Körpers fördert. Die Wirkungsweise dieser Mittel ähnelt denen der verschreibungspflichtigen Medikamente gegen Stimmungsstörungen, allerdings haben natürliche Mittel meist weniger Nebenwirkungen als künstliche Pychopharmaka. Gut ist es hier, sich mit hochwertigem Brainfood zu befassen. Wer sich für die Erprobung eines ernährungsmässigen Ansatzes im Management von Stimmungsstörungen interessiert, sollte sich bewusst sein, dass die meisten Ärzte einschliesslich der Psychiater sehr skeptisch gegenüber der Effektivität so einer Lösung sind. Das kann auch daran liegen, dass die meisten Ärzte in ihrer Ausbildung relativ wenig über Ernährungsfragen lernen und daran, dass es relativ wenig kontrollierte Forschung auf diesem Gebiet gibt, denn die pharmazeutische Industrie hat naturgemäss kein Interesse an solchen Untersuchungen, denn Naturheilmittel können nicht patentiert werden. Nichtsdestotrotz zeigt eine steigende Zahl von Büchern, etliche davon von anerkannten Ärzten verfasst, dass das Thema Bedeutung hat. Nachfolgend eine Aufstellung verschiedener Nahrungsergänzungsmittel, von denen angenommen wird, dass sie in der Behandlung von Stimmungsstörungen wirksam sind: Natürliche Stimmungsstabilisierer Es gibt nur relativ wenige Substanzen, denen man eine ähnlich stimmungsstabilisierende Wirkung wie die der verschreibungspflichtigen Medikamente nachsagt. Weiterhin ist es möglich, dass diese Substanzen ihre Wirkung bei Rapid Cycling besser entfalten, als bei den langsamen Schwingungen der klassischen manisch-depressiven Krankheit, die besser auf Lithium anspricht. Aus diesem Grund bleibt Lithium, das ja selbst ein natürliches Mineral ist, das vom Körper in sehr geringen Spuren gebraucht wird, oft auch die Empfehlung der Vertreter alternative Ansätze. Es wird dann aber meist von wesentlich geringeren Dosen ausgegangen, als in der Psychiatrie üblich, und mit anderen Massnahmen begleitet. Neben Lithium gibt es noch weitere Substanzen, die einen stimmungsstabilisierenden Effekt haben können: 1. Lecithin 2. L-Taurin 3. GABA Alternative stimmungsbeeinflussende Mittel 1. B Komplex 2. B1 (Thiamin) 3. B6 (Pytidoxin) 4. B12 5. Folsäure 6. Magnesium und Calcium 7. Mangan 8. Zink 9. L-Tyrosin 10. L-Phenylalynin und DL-Phenylalynin 11. Methionin 12. L-Tryptophan und 5-Hydroxy-Tryptophan |
| Favorit setzen | Freundschaftswerbung | Kontakt | Coaching | AGB | Links | Impressum |