Stimmungsaufheller für besseres Stress-Management

Mood-Food

Jeder kennt den Spruch "Liebe geht durch den Magen". So können Speisen, die besonders "geschmackvoll" und ein "Augenschmaus" sind, die Stimmung deutlich heben. Auch Farben, Gewürze und Formen spielen hierbei eine wichtige Rolle. Denn wie in der Natur und wie in der Werbung sorgen rein evolutionärgenetisch gesehen, auch noch frühere Reize dafür, dass man des "Marketing im Pflanzenreich" verfällt. Jede Pflanze, jede Frucht und jede Blüte hat schliesslich das eine Ziel. Den Samen in alle Welt tragen, um sich zu vermehren. Hierbei haben die verschieden Pflanzen gute Konzepte entwickelt, dem "Träger" eine gute Stimmung "a good mood" zu verleihen, damit er wortverwand mit "guten Mutes", die Botschaft der Früchte in die Welt tragen kann.

In der modernen Zivilisationsgesellschaft hinterfragen natürlich immer mehr Menschen diese Prinzipien und gleichzeitig verfallen viele Menschen auch dem TV und den Hochglanzmagazinen. Ein Resultat davon ist, dass viele Menschen ihre Stimmung z.B. mit Schokolade versüßen. Ein Prinzip, das sich fast schon verselbständigt hat. Kombiniert mit einer unguten Wirtschaft versuchen sich viele Menschen mit Schokolade als "Mood food" zu trösten. Ein Resultat sind "dicke Kinder" und ein Anstieg von Übergewichtigkeit und Diabetes. Vorsehen sollte man sich hier jedoch vor synthetischen Appetitszüglern, da diese falsch eingesetzt sogar wiederum noch dicker machen können. Hintergrundwissen ist gefragt.

Zucker hebt die Stimmung, aber macht dick

Die Ernährung mit ausreichend viel Fisch und Geflügel (mindestens zweimal pro Woche) hat gleich zwei Vorteile. Denn zusätzlich sind darin die Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Methionin enthalten, die im Komplex ebenfalls eine positive Wirkung auf die Stimmung ausüben sollen. Am wichtigsten zur Serotoninbildung wird derzeit die Aminosäure Tryptophan eingeschätzt. Dies allerdings nur, wenn auch andere lebenswichtige Stoffe, wie zum Beispiel Vitamin B3 (Niacin) gleichzeitig aufgenommen werden. Hier ist das Zusammenspiel aller wichtigen Komponenten entscheidend. Eine Kette ist immer so stark, wie ihr schwächstes Glied. Bei einer ungenügenden Versorgung mit Vitamin-B3-reichem Brainfood produziert der Körper zuwenig und man sollte es in Form von 5htp oder besser noch einem 5-htp-Pulver zuzuführen. Niacin ist für den Energiestoffwechsel der Körperzellen unerlässlich. Bei einem Mangel an Niacin bleibt auch weniger Tryptophan für die Bildung des "Glücklichmachers" Serotonin übrig. Mit einer gesunden Ernährung, die genügend viel Fisch, Geflügel und Eier enthält, kann vorgesorgt werden. Für die Produktion der psychoaktiven Eiweißstoffe sind außerdem die Mineralstoffe Magnesium, das Spurenelement Mangan und vor allem Vitamin C nötig. Aus diesem Grund sollte der Speiseplan auch regelmäßig Nüsse, grünes Gemüse und frisches Obst beinhalten, damit die Produktion der Glücklichmacher einwandfrei läuft. Eine ausgewogene Formel, die dem Körper hilft, diese Stoffe aus der Nahrung optimal verwerten zu können, ist neben einem wohlschmeckendem Protein-Pulver auch als Pressling, ein gutes Brainfood.

Auch Schokolade soll, wenn sie in Maßen und als dunkle Bitterschokolade genossen wird, die Stimmung heben. Wie moderne Forschungsergebnisse zeigen, hat die Nascherei durchaus positive Seiten. Im Gehirn wirken folgende Bestandteile der Schokolade:

* Theobromin und Koffein,
* Anadamid und Phenylethylamin,
* Schokoladenfett und Zucker.

Etwa ein bis zwei Prozent des Kakaos machen dabei Theobromin und Koffein aus. Beide Stoffe bewirken eine Stimulation des zentralen Nervensystems, fördern die geistige Leistungsfähigkeit und vermindern die Müdigkeit. Diese wird durch den enthaltenen Zucker allerdings wieder zunichte gemacht denn nachdem der "Zuckerschock" einen Wachzustand ausgelöst hat, folgt schnell die Ernüchterung. Ännlich wie Koffein bei Kaffee. Koffein kann in zu hohen Dosen zu nervösen Unruhezuständen und Schlafstörungen führen, genauso wie Zucker kurzfristige Blutzuckerspiegel erzeugt. Gerade viele Menschen, die einen stressigen Beruf haben, trinken allerdings tassenweise Kaffee, wozu sich ein alternatives natürlich wirkender Energydrink empfehlen lässt. Im Vergleich zu Kaffee und Tee ist Kakao aber eher harmlos. Eine Tasse enthält höchstens ein Viertel der Koffein- bzw. Theobrominmenge. Die Stoffe Anadamid und Phenylethylamin befinden sich zum Beispiel auch in Haschisch und Morphium und steigern unser Glücks- und Lustempfinden. Die in Schokolade gefundenen Mengen sind allerdings so gering, dass keinerlei Suchtgefahr besteht. Die Schokoladenfette setzen im Gehirn Endorphine (Glückshormone) frei, die die Schmerzempfindung dämpfen und die Stimmung steigen lassen. Zucker wiederum erhöht die Tryptophankonzentration. Eher sollte man dem Körper ermöglichen, durch hochwertiges Brainfood selbst körpereigene Endorphine bilden zu können.

Aber auch bei Schokolade gilt: Die Dosis ist entscheidend. Eine Tafel Milchschokolade schlägt mit 550 Kalorien zu Buche und ist also eine Kalorienbombe, die nicht auf einmal verzehrt werden sollte. Die positiven Effekte werden sonst durch das schlechte Gewissen oder die Gewichtszunahme schnell zunichte gemacht. Es muss nicht gleich ein Cannabis-Rezept oder die Käsefrucht Noni sein. Eine gute Alternative zu Schokolade sind gesunde Appetitszügler wie 5htp oder, wer auf Geschmack steht, auch gutes Süßgras-Pulver