SAM-E (S-Adenosyl-Methionin)
Montag, 3. Januar 2011 12:04
Bei S-Adenosyl-Methionin, oder auch SAM-E handelt es sich um eine Aminosäureverbindung, die im Körper vorkommt, sie gehört zu den 9 essentiellen Aminosäuren, die über die Nahrung aufgenommen werden muss und nicht selbst vom Körper hergestellt werden kann. Studien haben gezeigt, dass junge Menschen etwa 5 mal soviel S-Adenosyl-Methionin im Blut haben, wie Erwachsene und etwa 10 mal soviel, wie Menschen über 65 Jahren. Dies liegt daran, dass der Organismus eines jungen Menschen die Mengen von SAM-E, die der Körper benötigt, selbst herstellt, während diese Fähigkeit mit zunehmendem Alter zurückgeht.
SAM-E kommt in der Nahrung, die wir täglich zu uns nehmen in mehr, oder weniger großen Mengen vor. Als gute Lieferanten von S-Adenosyl-Methionin werden unter anderem: Sojasprossen, Spinat, Brokkoli, Käse und Joghurt, Fleisch, Fisch, Erbsen, Geflügel und Rosenkohl vor. Wobei davon ausgegangen wird, dass etwa 13mg SAM-E pro Kilogramm, pro Tag vom menschlichen Körper benötigt wird.
SAM-E kommt in allen Zellen des menschlichen Körpers vor, es wird vermutet, dass SAM-E die Botenstoffe des Gehirns und die Rezeptorfunktion beeinflusst, es wird vom Körper für Entgiftungsprozesse und zur Herstellung von Neurotransmittern benötigt.
SAM-E wird positive Wirkungen in vielen Bereichen für die menschliche Gesundheit nachgesagt, so wird es in vielen südlichen Ländern als Antidepressivum eingesetzt, da festgestellt wurde, dass der SAM-E Spiegel bei depressiven Patienten geringer ist, als der vergleichbarer nicht unter Depressionen leidender. Dabei wird SAM-E die Fähigkeit nachgesagt, Nervenbotenstoffe zu produzieren, die eine Depression verschwinden lassen können. Personen mit Depressionen, die S-Adenosyl-Methionin einnahmen, berichteten, dass sich ihre Stimmung innerhalb von wenigen Tagen verbesserte.
Eine weitere positive Eigenschaft ist, dass es den Homocysteinspiegel des Körpers reduziert, diesem wird nachgesagt, der Hauptrisikofaktor für Herzinfarkt und Gefäßverengungen sei.
Weiterhin soll SAM-E die Bildung von Knorpel stimulieren, indem es die Herstellung der wichtigsten Bestandteile Glucosamin und Chondroitinsulfat, fördert. Es soll einen gelenkschützenden Effekt zu haben und deshalb auch bei Arthrose und Gelenkschmerzen positiv wirken. Besonders ältere Menschen, leiden unter zurückgehendem Gelenkknorpel. Durch Unterstützung der Knorpelbildung werden die Wirbelsäule, die Gelenke und die Hüfte geschützt.
Im Zusammenhang mit den positiven gesundheitlichen Auswirkungen von S-Adenosyl-Methionin auf den Körper, wird auch immer wieder die positive Wirkung bei Allergien genannt. Hierbei soll S-Adenosyl-Methionin den Histaminspiegel, dem bei Allergien eine wesentliche Rolle zugeschrieben wird, niedrig halten. Auch bei Patienten mit Alzheimer, wird von manchen Behandelnden ein niedriger SAM-E Spiegel für die Krankheit verantwortlich gemacht und damit behandelt.
Eine Studie in Italien, mit Patienten, die unter Rheumatischer Arthritis litten, zeigte ebenfalls nach Verabreichung von S-Adenosyl-Methionin positive Ergebnisse. Bei rheumatischer Arthritis wird der Gelenkknorpel zerstört. 80% der Patienten der italienischen Studie sagten, dass sich ihre Symptome verbessert hätten, 70% sogar, empfanden eine signifikante Besserung.
Auch bei Fibromyalgie, die die Ursache von chronischer Müdigkeit, oder chronischen Muskelschmerzen sein soll, werden der Einnahme von S-Adenosyl-Methionin positive Wirkungen nachgesagt.
Untersuchungen haben gezeigt, dass der Entgiftungsprozess der Leber mit sinkenden S-Adenosyl-Methionin Werten einher geht, was bedeutet, dass eine ausreichende Versorgung mit SAM-E das Entgiftungspotential der Leber positiv beeinflusst und insbesondere bei Lebererkrankungen zusätzlich eingenommen werden sollte. Die chinesische Medizin sieht die Leber als Sitz der Gefühle an und eine normale Leberfunktion wird als Bedingung für ein ausgeglichenes Leben angesehen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die ergänzende Einnahme von S-Adenosyl-Methionin, mit zunehmendem Alter vor vielen Krankheiten, wie Depressionen, Herzerkrankungen, oder Parkinson schützen kann. Außerdem dient es der Entgiftung des Körpers kann vorzeutigen Alterserscheinungen vorbeugen. Es verbessert die Stimmung und unterstützt die Leber und Gelenke und wirkt sich positiv auf den Schlaf aus.
Ein Mangel an Methionin, Vitamin B12, oder Folsäure kann einen Mangel an S-Adenosyl-Methionin zur Folge haben. Diesen Mangel stellt man typischerweise bei älteren Menschen mit Osteoarthritis, oder Lebererkrankungen fest.
Ärzte in Europa verschreiben S-Adenosyl-Methionin seit etwa 30 Jahren. Auch in Deutschland ist es für den Eigenbedarf zugelassen. In Amerika wird es ebenfalls als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.
Thema: Stimmungsaufheller | Kommentare (0) | Autor: admin
