Antidepressiva
Donnerstag, 23. Dezember 2010 12:14
Psychische Erkrankungen werden in der Regel mit einer Kombination aus Psychotherapie und Arzneimitteltherapie behandelt. Dabei kommen Antidepressiva zum Einsatz die auf chemischer Basis aufgebaut sind. Unter den vier Hauptgruppen Tranquilizer, Neuroleptika, Antidepressiva und Lithium spielen pflanzliche Antidepressiva eine große Rolle. Alternativ zu der chemischen Variante gibt es eine Reihe von Heilpflanzen die über Inhaltsstoffe verfügen die das Nervensystem und die Psyche beruhigen und ausgleichen. Pflanzliche Antidepressiva haben den Vorteil, dass sie sanft wirken und gut vertragen werden. Die sanfte Wirkung hat aber auch einen Nachteil: Da sie zu sanft wirken, können sie bei einer schweren psychischen Erkrankung nicht wirklich helfen.
Extrakte aus Baldrianwurzel, Johannis-Krautextrakte, Melissenblätter, Hopfenzapfen und Passionsblumenkraut gehören zur Gruppe pflanzliche Antidepressiva. Bevor die klassischen Psychopharmaka vom Arzt zur Behandlung kommen, kann zuerst bei Schlafstörungen, leichteren Unruhezuständen und vorübergehender depressiver Verstimmungen der Versuch unternommen werden rezeptfreie Antidepressiva anzuwenden.
Wissenschaftliche Studien haben belegt das Johanniskraut mit dem Inhaltsstoff Hypericin bei depressiven Verstimmungen hilfreich ist. Allerdings muss die Konzentration der rezeptfreien Antidepressiva hoch genug sein. Eine Nachfrage in der Apotheke ist daher immer angebracht. Die stimmungsaufhellende Wirkung tritt in der Regel bei regelmäßiger Einnahme nach ca. zwei Wochen ein. Die gleichzeitige Einnahme des Johanniskrautes als pflanzliche Antidepressiva mit der Pille vermindert ihre Wirkung. Deshalb sollte eine zusätzliche Verhütung bedacht werden. In sehr seltenen Fällen können während des Behandlungsverlaufes Bauschschmerzen, Müdigkeit oder leichte Übelkeit auftreten. Bei dem Johanniskraut kann als Nebenwirkung die Lichtempfindlichkeit erhöht sein.
Extrakte aus Hopfen, Baldrian, Passionsblume und Melisse werden traditionell für die Behandlung von Schlafstörungen und Nervosität angewendet. Die Wirksamkeit dieser rezeptfreien Antidepressiva ist bewiesen, allerdings nur bei den leichten Beschwerdeformen. Bei den pflanzlichen Antidepressiva treten keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen auf, lediglich die Fahrtüchtigkeit kann unter Umständen in geringen Maß herabgesetzt sein.
Obwohl keine Nebenwirkungen der pflanzlichen Antidepressiva vorhanden sind, sollte unbedingt auf die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten geachtet werden. Insbesondere mit Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen, wie beispielsweise Marcumar. Bis vor geraume Zeit war das viel gelobte Kava-Kava auf dem Markt es wurde allerdings wieder vom Markt genommen aufgrund gefährlicher Nebenwirkungen in Form von Leberschädigung.
Pflanzliche Antidepressiva sind in Tropfen- oder Tablettenform, als Badezusätze oder als Tee erhältlich. Die pflanzlichen Heilmittel werden oft rezeptfrei im Handel angeboten.
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