Pflanzliche Wirkstoffe sind wichtige Bestandteile wirksamer Antidepressiva
Vielleicht kennen Sie auch dieses Gefühl der Abgeschlagenheit und der Lustlosigkeit, das oft zu den Symptomen von Depressionen gehört. Hier schaffen Medikamente mit stimmungsaufhellender Wirkung Abhilfe, ganz egal welche unmittelbare Ursache das Krankheitsbild aufweist. Wichtige Bestandteile solcher Arzneien kommen dabei direkt aus der Natur wie zum Beispiel das altbewährte Johanniskraut, das als eines der wirkungsvollsten Inhaltsstoffe für pflanzliche Antidepressiva gilt.
Je nach Krankheitssympton muss der passende Wirkstoff gefunden werden
Depressionen können die unterschiedlichsten Ausprägungen haben, manche Patienten leiden unter Antriebsschwäche, andere wiederum haben Angstzustände oder sind in einer negativen, gedrückten Stimmungslage. Genau auf diese Symptome hin muss der entsprechende Wirkstoff der Medikamente abgestimmt werden. Meist braucht es zusätzliche Psychotherapie, die aber erst erfolgreich sein kann, wenn das medizinische Problem bekämpft wird. Pflanzliche Antidepressiva werden in der Medizin auch Phytopharmakon bezeichnet. Bei dieser Arzneiform ist vor allem das Johanniskraut in Verwendung, dessen pflanzlicher Wirkstoff Hyperforin die positive Wirkung auslöst. In üblicher Dosierung hilft dieses pflanzliche Antidepressiva hervorragend bei negativem Stimmungsbild und löst dabei kaum Nebenwirkungen aus. Wenn Sie unter Einschlafstörungen oder generell gedämpfter Stimmung leiden, können auch Medikamente mit dem Wirkstoff der Passionsblume helfen. Diese Pflanze gilt als Geheimtipp gegen Stress, Unruhe oder schlechter Schlafqualität.
Medikamente gegen Depressionen wirken verzögert
Egal welche Medikamente Sie gegen Depressionen einnehmen, auf alle Fälle dürfen Sie nicht gleich wieder damit aufhören. Für alle Arzneien, die in Zusammenhang mit dieser Erkrankung stehen, gilt eine verzögerte Wirksamkeit. Dies gilt auch für pflanzliche Antidepressiva wie das Johanniskraut, dessen volle Wirkung erst nach ca. 14 Tagen einsetzt. Nebenwirkungen sind bei diesen Medikamenten eher selten und zeigen sich eventuell in einer gesteigerten Lichtempfindlichkeit der Haut. Allerdings sollten Sie mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beachten, die durch das Cytochrom P450 Enzym entstehen können. Dieses bewirkt den Abbau von ca. der Hälfte aller Pharmaka im Körper, vor allem sämtlicher Wirkstoffe der Antibabypille oder Medikamente, die einer Transplant Abstoßreaktion vorbeugen sollen.
Pflanzliche Antidepressiva können zwar diese Nebenwirkung bzw. Wirkungsreduktion anderer Medikamente auslösen, sind aber im Erkrankungsfall bereits bei leichten Depressionen eine wertvolle Therapieunterstützung, die weder in die Abhängigkeit führt noch schwere organische Schäden bei längerer Einnahme hervorrufen.
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