Pflanzliche Antidepressiva

Depressionen, ein Leben auf der dunklen Seite des Lebens. Kaum eine andere Krankheit wird hierzulande mehr totgeschwiegen als die Depression und das obwohl sich die Krankheit zu einer neuen Volkskrankheit entwickelt. Doch warum ist dies so? Menschen die unter einer depressiven Verstimmung leiden, können nicht mehr so “funktionieren” wie die Umwelt es gerne hätte. Vielleicht ist das die Erklärung, warum diese Erkrankung nur allzu gerne unter den Teppich des Stillschweigens gekehrt wird.

Jede noch so kleine Kleinigkeit erfordert von den Betroffenen jede Menge Kraft. Die Lebensbedingungen wie beispielsweise Stress, Sorgen um die eigene Existenz und sich zwingend selbst darzustellen in der modernen Welt begünstigen den Ausbruch einer solchen Krankheit. Der betroffene Mensch fühlt eine ständige Müdigkeit die sich bleiern auf ihn legt. Er kommt sich ausgegrenzt und inkompetent vor. Doch dies sollte man nicht einfach nur als Krankheitsbild sehen, sondern auch als eine Art Warnsignal des eigenen Körpers. Er ermahnt mit Hilfe dieser Symptome den Menschen das die bisher wirksam angewandten Mechanismen zur Bewältigung vom Alltag nicht mehr greifen und ihre Wirksamkeit verloren haben. Körper und Seele fordern oftmals nach einem langen Spießrutenlauf endlich die längst schon überfällig gewordene Ruhe und den Rückzug aus dem bisher gelebtem “Teufelskreis”.

Wie bei jeder Krankheit gibt es auch für Depressionen, bestimmte Medikamente die dem Patienten helfen sollen. Hier sind es die sogenannten Antidepressiva. Wie der Begriff schon vermuten lässt sollen die Medikamente gegen ( -> anti) den Trübsinn( -> depressiv) wirken, also sogenannte Antidepressiva. Doch nicht alle Medikamente dieser Gruppe sind gleich. So gibt es zum einen synthetisch hergestellt Antidepressiva und zum andern pflanzliche Antidepressiva. Die Gruppe der synthetisch hergestellten Medikamente wirkt weitaus intensiver als die pflanzliche Antidepressiva. Die Frage ist natürlich ob dies wirklich immer angebracht ist? Die synthetisch gewonnenen Wirkstoffe wirken zwar gegen das “Stimmungstief” und kurbeln in den meisten Fällen auch den Antrieb wieder an, doch die Nebenwirkungen dieser Medikamentengruppe sind zumeist mit Vorsicht zu genießen. Noch harmloser Natur sind die Nebenwirkungen im Bereich des Magen – Darmtraktes, hier handelt es sich meist nur um Verstopfung oder aber Durchfallerkrankungen. Weiterhin harmlos aber dennoch, von den Patienten, als sehr unangenehm empfunden ist die häufig auftretende Mundtrockenheit. Zwar kurbeln die meisten dieser Medikamente, wie oben beschrieben, den Antrieb an doch gibt es nicht wenige die ebenso auch sedierend, also betäubend auf den Betroffenen einwirken. Dies ist vor allem negativ zu bemerken, da dies auch zu Bewusstseinsstörungen führen kann und somit auch Einwirkung hat auf die Persönlichkeitsstruktur des jeweiligen Patienten. Ebenso bedenklich ist das bei manchen Betroffenen die mit synthetisch hergestellten Präparaten über längere Zeit behandelt werden, sich Blutdruck und Herzfrequenz negativ verändern. Weiterhin kann es bei längerer Einnahme zu einer, manchmal, heftigen Zunahme an Gewicht kommen. Was sich häufig nicht förderlich auf das Gemeinwohl des Betroffenen auswirkt.

Im Vergleich wirken pflanzliche Antidepressiva viel sanfter wie die synthetische Variante. Sie sedieren den Betroffenen in der Regel nicht zusätzlich und führen auch keine Veränderung der Persönlichkeitsstruktur herbei. Dies ist nicht nur für den Betroffenen selbst von großem Vorteil sondern auch für seine Umwelt. Auch ist die Unverträglichkeitsrate bei pflanzlichen Antidepressiva weitaus geringer als bei synthetisch hergestellten Produkten. Weiterhin führen pflanzliche Antidepressiva auch nicht zu Veränderungen der Herzfrequenz oder des Blutdrucks und begünstigen mit ihrer Einnahme nicht eine Gewichtszunahme.

Bis der Patient bei pflanzlichen Antidepressiva die volle Wirkung wahrnimmt, können durchaus einige Tage bis Wochen vergehen. Dies liegt aber auch darin begründet dass pflanzliche Antidepressiva das Nervensystem nicht in diesem Maße “manipulieren” wie die synthetisch hergestellten Präparate. Eine Vielzahl entsprechender Studien hat bereits bewiesen das pflanzliche Antidepressiva sehr wohl ebenso gut, wenn nicht sogar besser wirken, als die synthetische Variante. Besser sind pflanzliche Antidepressiva auf jeden Fall für den Betroffenen der vielleicht trotz Krankheit recht bald wieder in den Alltag und in den Beruf zurückkehren muss. Ein weiterer Vorteil der pflanzlichen Antidepressiva ist es das der menschliche Körper in der Lage ist die pflanzlichen Wirkstoffe aufzuspalten und sich genau das heraus zu ziehen was er benötigt. Was nicht benötigt wird, wird kurzerhand ausgeschieden. Bei synthetisch hergestellten Antidepressiva ist er dazu nicht in der Lage. Dies führt häufig zu einer, wenn auch nur geringen Überdosierung, da kein Arzt in der Lage ist die Medikation ganz genau auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten abzustimmen.

Ein ganz wichtiger Punkt, der besonders hervorzuheben ist, dass bei Medikamenten auf pflanzlicher Basis kein Gewöhnungseffekt eintritt. Das bedeutet wenn der Betroffene sich wieder “fit” genug fühlt um seinen Alltag ohne Medikamente zu meistern, können diese in der Regel ohne Probleme abgesetzt bzw. in Etappen die Dosis herabgesetzt werden. Dies führt bei herkömmlichen, also chemisch hergestellten Präparaten, zu Problemen da hier der sogenannte Gewöhnungseffekt sehr rasch eintritt.
Sicherlich so individuell wie jeder Betroffene ist auch der Verlauf einer jeden Depression und genau so individuell sollte auch die Medikation sein. Egal ob es sich nun um synthetische Antidepressiva oder pflanzliche Antidepressiva handelt.

Autor: admin
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