5-HTP besser als Antidepressiva

5- Hydroxytryptophan, kurz 5-HTP genannt, ist eine Alternative zu Antidepressiva und Schlafmittel. Das aus der Nahrung aufgenommene Tryptophan wirkt stimmungsaufhellend, gewichtsreduzierend und beruhigend. 5-HTP gibt es aber auch als Nahrungsergänzungsmittel. Hier wird es aus einer afrikanischen Pflanze gewonnen. Die Aminosäure wird im Körper zu Serotonin umgebaut und bringt dadurch diese Eigenschaften hervor. Durch den erhöhten Serotoninspiegel werden Depressionen gelindert.

Depressionen und Ängste, wer ist Schuld daran?

Ein Serotoninmangel verursacht Ängste und Depressionen sowie Schlafstörungen. Bei einer ausgewogenen Ernährung wird dem Körper genügend Tryptophan zugeführt. 5-HTP ist ein körpereigener Stoff. Unserem Körper ist es bekannt, da es eine Substanz ist, welche im Körper aus dem Tryptophan gebildet wird. Der körpereigene Neurotransmitter wirkt als Übertrager von Impulsen zwischen den Nervenzellen. Als natürliches Antidepressiva ist 5-HTP vorteilhafter als chemische Mittel. Dabei beruht seine Wirkung hauptsächlich auf den Serotonin-Spiegel, der angehoben wird. Eine Langzeittherapie ist erforderlich, um eine dauerhafte Erhöhung des Serotonin-Spiegels zu gewährleisten.

In einer Studie der Psychatrischen Universitätsklinik Basel teste Dr. W. Pöldinger 1991 5-HTP. Dabei wurde festgestellt, dass das Mittel bei der Behandlung von Depressionen genauso wirksam war, wie gebräuchliche Mittel. Allerdings traten weniger Nebenwirkungen auf. Stimmungsschwankungen wurden durch das Mittel ausgeglichen und das Aggressionspotential gesenkt. Auch Angstattacken konnten reduziert werden. Die Konzentration anderer Neorotransmitter wird durch das Mittel ebenfalls angehoben. Eine Verbesserung des Wohlbefindens konnte neben der Linderung von Migräne und Depressionen genauso beobachtet werden, wie das Verhindern von Heißhungerattacken. Da Depressionen auch ein Auslöser von Herzkrankheiten sind, wird vermutet, dass 5-HTP auch das Risiko einer Herzattacke mindern kann.

Ganz ohne Nebenwirkung ist das Mittel aber nicht. Diese treten aber nur bei Aufnahme von großen Mengen auf. Kopfschmerzen und euphorische Rauschzustände sind einige davon. Zu Beginn der Einnahme kann es zu leichter Übelkeit kommen. Andere Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Langzeitfolgen sind noch nicht erforscht. Die Einnahme unter ärztlicher Aufsicht ist deshalb angeraten.

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Autor: admin
Datum: Mittwoch, 14. Oktober 2009 14:30
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